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Am Ende sind es immer Begegnungen… (Meine ITB Berlin 2016)

Am Ende sind es immer Begegnungen... Meine ITB Berlin 2016

Messehallen, die einen trotz Lageplan zur Verzweiflung bringen können. Gewusel, gegen das ein Ameisenhaufen öde wirkt. Kiloweise Reiseprospekte und Kataloge, auch wenn man sich schwor, dieses Mal nur digitale Infos mit nach Hause zu nehmen. Das Phänomen ITB Berlin kann man nicht erklären. Hier meine Eindrücke von der Reisemesse, für die ich drei Tage Resturlaub verbraten habe und es immer wieder tun würde.

1. Diese Fahnen vor der Messe Berlin am Ausgang Messedamm sind ein Motiv, das in jedem Jahr nach der ITB auf meinem Smartphone landet – zumindest seit ich ein Smartphone habe. Auf der ITB fand man mich schon lange vor den Smartphones und bevor ich mit dem Bloggen anfing. Während meiner Abi- und Studienzeit war ich in den Ferien Reiseleiterin für Jugendreisen und Sprachreisen und habe mich immer freiwillig gemeldet, wenn für die ITB wieder Verstärkung für den Messestand gesucht wurden.

2. Gefühlt waren noch nie so viele Blogger auf der ITB Berlin unterwegs wie auf dieser ITB 2016. Umso mehr freut es mich, dass nicht allein die Zahlen ausschlaggebend für eine erfolgreiche Akkreditierung als Blogger waren. Einige der „alten Hasen“ unter den Reiseblogger wunderten sich über eine Ablehnung, während andere „frische“ Blogs sofort eine Zusage bekamen.

3. Obwohl es eine Reisemesse war, hätte ich auf der ITB in diesem Jahr zur Foodbloggerin werden können. Gutes Material gab es genug. Den besten Kaffee der Messe traditionell in Halle 5.3, eine sündhaft leckere Kürbistarte mit Vanilleeis im Café von VisitAustria, eine fantastische Kombination von Käsesalat, Walnussbrot und einem Glas Rivella am Stand der Schweiz und allgemein viele Kalorien in Form von süßen Häppchen. Aber die läuft man sich bekanntlich schnell wieder ab!

4. Richtig lecker ging es auf dem gemeinsamen Kochevent von Deutsche Bahn und Chefkoch.de zu. Es hieß zwar „Pimp your Lunchbox“, aber nichts davon wäre in meiner Lunchbox gelandet, weil ich alles schon vorher aufgefuttert hätte.

5. Zwei intensive Gespräche drehten sich um Griechenland. Ich erfuhr von einem Ehepaar, das auf Lesbos zwei schöne Hotels für Familien mit Kindern betreibt und sich seit Jahren um Flüchtlinge auf Lesbos kümmert. Am darauffolgenden Tag war ich extra noch einmal am Stand des Griechischen Fremdenverkehrsamtes und hörte so viele ehrliche Liebeserklärungen an dieses Land, wie ich sie selten gehört habe.

6. Und wo wir schon bei Zufällen sind: Auf dieser riesigen Messe, diesem Ausstellungsgelände mit 1.000 Möglichkeiten aneinander vorbeizulaufen, laufe ich einer Journalistin fast direkt in die Arme, neben der ich vor fast einem Jahr im Flieger nach Kreta saß. Auf der eTravel World sitzt mir auf einmal eine Frau gegenüber, der ich eine halbe Stunde zuvor noch unbekannterweise einen Kommentar unter ein Instagram-Bild geschrieben hatte. Ich liebe diese zufälligen Begegnungen.

7. „Das Gesicht hinter der E-Mail Adresse“ bzw. „der Mensch hinter der E-Mail Adresse“ sind die beiden häufigsten Satzbausteine, die während dieser Messe fallen. Ich bin großer Fan der digitalen Kommunikation, aber am Ende freue ich mich immer wie ein Honigkuchenpferd, wenn  sich auch beim ersten persönlichen Treffen bestätigt, dass man menschlich auf einer Wellenlänge liegt.

8. Obwohl man anhand meiner auf der Messe zurück gelegten Strecken hätte meinen können, ich wäre unter die Wanderer gegangen, möchte ich in diesem Jahr wieder mehr mit der Bahn fahren. Zeit für mehr Miteinander auf Reisen! (Zugegeben auch Zeit für mehr „Ärgere deine Schwester nicht!“ oder „Schmeiß das Essen nicht auf den Boden!“, aber das gibt’s auch im Auto oder Flugzeug.)

9. „Sieh das Gute liegt so nah!“ klingt abgedroschen, aber hat sich einmal mehr bewahrheitet. Es gibt so viele schöne Orte in Deutschland, die ich noch nie besucht habe, und die auf der ITB meine Reiselust geweckt haben: Braunschweig, Regensburg und Heidelberg sind drei davon.

10. Vor mir liegt ein kleiner Stapel Visitenkarten. Hinter jeder Visitenkarte steckt eine Begegnung, steckt mindestens eine Geschichte, stecken ganz viele Entdeckungen, die ich noch machen darf.

Darauf freue ich mich.

 

4 Kommentare

    • Liebe Mela,
      ich habe Ausschau gehalten, ehrlich!
      Nun, zumindest bist zu dem Moment, in dem mir Nina das Stichwort „Kugelwald in Hall-Wattens“ zuwarf.
      Und sie war es auch, die wusste, dass sie mit der leckeren Kombi „Tarte und Tirol“ komplett meine Aufmerksamkeit für sich hatte. ;-)
      Wir treffen uns bestimmt bald wieder!

      Liebe Grüße, Sophie!

  1. Hallo Sophie,

    Braunschweig ist wirklich schön, die Reise lohnt sich! Wenn du magst, sag gerne Bescheid, wenn du dort bist. Ich bin da auch gelegentlich mal, ist ja nur ein Katzensprung von Hannover ;-)

    War schön, dich auf der ITB kennenzulernen, wenn auch nur ganz kurz!

    Viele Grüße
    Christin

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