Niemals Gewalt! Oder: warum wir vielleicht alle einen Stein auf dem Fensterbrett haben sollten.
by Sophie on Feb 15, 2010 • 10:00 Keine KommentareDie Erzieherin meines Sohnemanns ist eine vom alten Kaliber – und das meine ich durchaus nicht negativ. Sie gehört unter anderem zu der Sorte, die im Vorraum eine Wandzeitung eingerichtet hat, an die sie Fundstücke aus Zeitungen und Zeitschriften heftet, die sie für uns Eltern als besonders lesenswert erachtet. Letzte Woche entdecke ich einen Artikel älteren Datums, der schon lange in ihrer Schublade schlummerte, wie sie mir später berichtete.
Er erzählt von einem Kurzfilm im Internet, der auf einer Rede von Astrid Lindgren beruht, als sie 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekam. Ein Junge soll für den Kuchendiebstahl bei der Nachbarin bestraft werden und die Mutter schickt ihn los, um dafür einen Stock im Wald zu holen…
Dieser sechsminütige Film ging mir wirklich unter die Haut und ich wünschte, alle Eltern, Großeltern und kuchenbackenden Nachbarinnen würden ihn sehen.
Der Hamburger Regisseur David Aufdembrinke hat, wie ich finde, mit diesem Kurzfilm ein wunderbares Stück zum Nachdenken geschaffen. Zu sehen ist er unter www.niemals-gewalt.de.
Produziert wurde der Film von der DAGO Kinderlobby e.V. mit Unterstützung der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V.. Beide Organisationen setzen sich seit Jahren nachhaltig für die Rechte und Belange von Kindern bzw. jungen Menschen ein. Denn obwohl „körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen…“ seit dem Jahr 2000 nicht mehr zulässig sind (§1631 BGB Abs.2) gehören sie nach wie vor zum Erziehungsalltag – vor allem, was die seelischen Verletzungen und entwürdigenden Maßnahmen betrifft…









