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Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich?

Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich?

Ich habe lange überlegt, ob ich Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich? nicht auf meinem anderen Blog FashionMAMA.de veröffentlichen soll, weil es ja immerhin um Mode und Schwangerschaft geht. Aber dann habe ich mich doch dagegen entschieden, weil es hier eher darum geht, dass man gar nicht so viel Umstandsmode wirklich braucht, wie man zu Beginn einer Schwangerschaft glaubt. In meiner ersten Schwangerschaft dachte ich wirklich, ich könnte quasi alles aus dem Kleiderschrank verbannen und müsste mich neu eindecken. Jetzt bei der dritten kann ich sagen: Weniger Teile, dafür aber hochwertige sind völlig ausreichend, wenn man geschickt kombiniert. Ich habe mal bei der Umstandsmode von Otto.de gestöbert, weil dort alle Kategorien bis hin zu Unterwäsche und Bademode abgedeckt sind und man gleich mehrere Marken zur Auswahl hat.

Die richtigen Hosen sind ein Muss

So wunderbar wandelbar wie Jeans sowieso schon sind, sind zum Glück auch Umstandsjeans. Es gibt sie wirklich inzwischen in allen Schnitten und Waschungen. Hierzu kann ich nur raten. Am Anfang mag der Trick mit dem Haargummi zur Erweiterung des Hosenbundes noch funktionieren, aber Fakt ist, dass Umstandshosen durch Gummizüge und Stretcheinsätze die Rundungen während der Schwangerschaft viel besser berücksichtigen und Bewegungsfreiheit schaffen. Auch direkt nach der Entbindung trägt sich eine Umstandshose durch den Stretch am Bauch bequemer.

Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich? Jeans sind ein Must-Have!

Bauchbänder – ja oder nein?

Mit den Bauchbändern ist das so eine Sache. Ich habe sie lieben gelernt, weil ich mit einem Bauchband noch eine ganze Weile meine normalen Oberteile tragen konnte ohne Angst zu haben, dass beim Bücken oder Strecken schon Rücken oder Bauch heraus blitzen. Zudem bieten viele Bauchbänder auch eine stützende Funktion für den größer werdenden Bauch an. Im Winterurlaub war mein Bauchband ein Segen über der Schneehose, denn eine Schneehose extra für Schwangere habe ich schon auf der Fashionweek in Berlin sehen dürfen. Sie kommt aber erst noch in den Handel. Sonderbar sind allerdings die Modelle mit Sprüchen drauf. „Made by Mama and Papa“ oder „Baby inside“. Ja, würde denn ohne diesen Spruch jemand annehmen, man schmuggelt da einen Sack Kartoffeln unter dem T-Shirt? Mein Rat: Wenn ihr nicht auch Tops mit lustigen Sprüchen für Brüste tragt, verzichtet auch bei Bauchbändern darauf. Ganz ohne Babyspruch sind sie nämlich auch für die Stillzeit ein wunderbarer Bauch- und Rückenwärmer, wenn man das Oberteil lüftet.

Oberteile und Kleider: Kaschieren oder betonen?

Kommen wir zu den Oberteilen. Jeder Shop für Umstandsmode hält wahnsinnig viele Blusen, Pullover, Tops und Shirts bereit und am Ende weiß man nicht mehr, was man kaufen soll. Die wichtigste Frage, die man sich beantworten sollte, bevor man durch die Kollektionen stöbert ist: Will ich meinen Bauch kaschieren oder betonen? Ich rate immer, ganz nah an dem Modestil zu bleiben, den man auch ohne Schwangerschaftsbauch trägt. Nehmen wir an, ich gehe immer eher sportlich und lässig aus dem Haus. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich ein weit schwingendes Kleid mit verspieltem Muster oft tragen werde? Im Zweifelsfall rate ich eher zu schlichten, klassischen Schnitten und wenig Mustern, die man durch Accessoires wie auffällige Ketten oder Tücher wahlweise auch zum Hingucker machen kann.

Als Basic kann ich Tops und Shirts in Schwarz und weiß empfehlen. Achtet auf eine hohe Qualität des Stoffes. Er sollte einen hohen Baumwollanteil haben, aber auch schön elastisch sein. Ein schwarzes oder weißes Oberteil lässt sich mit Kurzjacken, Westen, Cardigans und vielem mehr kombinieren, so dass man es oft tragen und waschen wird. Deshalb sollte die Qualität so gut sein, dass es auch noch nach mehreren Waschgängen gut aussieht. Das gilt auch für Unterwäsche. Man sieht sie nicht, aber schöne Unterwäsche, die auch noch gut sitzt, ist einfach Gold wert. Das gilt besonders für BHs.

Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich?

Immer auch die Zeit danach denken

Bei allem, was ich für die Schwangerschaft gekauft habe, habe ich mich gefragt, ob ich es auch noch danach tragen könnte. Viele Kleider zum Beispiel sind so geschnitten, dass man ihnen mit einem Gürtel um die Hüfte nicht mehr ansieht, dass es ein Schwangerschaftskleid ist. Cardigans und Wickeljacken sind für die Stillzeit ideal. Nach der Umstandsjeans meiner Meinung nach die lohnenswerteste Anschaffung. Wer eine Freundin mit ähnlicher Figur hat, kann sie bitten, die Umstandskleidung auch mal anzuprobieren. Dann bekommt man einen guten Eindruck, ob und wie man die Teile auch nach der Kugelzeit noch tragen kann. Und wenn das nicht geht, kann man sich damit trösten, dass sich hochwertige Schwangerschaftskleidung auch gut weiter verkaufen lässt.

Bleibe dem Stil treu, in dem du dich wohl fühlst

Was für Oberteile gilt, gilt eigentlich für die gesamte Garderobe, die man sich extra für die Schwangerschaft (oder mit Zusatznutzen für die Zeit danach) zulegt. Wieviel Umstandsmode braucht man wirklich, lässt sich vielleicht auch so beantworten: Kaufe so viel, dass du deinem modischen Stil treu bleiben kannst und dich wohl fühlst. Mit deinem Körper werden in der Schwangerschaft komische Sachen passieren. Da muss man nicht noch komische Modeexperimente wagen, sondern lieber Kleidung, in denen man sich schön und selbstbewusst fühlt.

Andererseits ist diese Frage, wieviel Umstandsmode braucht man wirklich, tatsächlich schwer zu beantworten, ja bei Frauen fast schon philosophisch. Ich meine, genauso hätte ich fragen können, wieviel Schuhe man wirklich braucht… Nicht wahr?

 

Produktfotos: Otto.de 

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5 Kommentare

  1. Habe radikal nach Tragbarkeit nach der Schwangerschaft entschieden, von den Jeans mal abgesehen, da stimme ich Dir zu. Habe einige Kleider in eher untypischen Schnitten von COS, die ich auch mit großem Bauch gut tragen werde können. Hochschwangerschaft steht im Sommer an. Das beste eben, auch danach werde ich sie verwenden können.
    Stefanie bloggte neulich: Was mich glücklich macht auf ReisenMy Profile

  2. Anja sagt

    Ich stimme dir total zu, ich habe sehr gute Erfahrungen mit schönen Schwangerschaftshosen gemacht. Den Haargummi zwischendurch brauchte ich nicht, ich bin direkt von den normalen Hosen gewechselt.

    Auch bei den Oberteilen hab ich genau die gleichen Erfahrungen gemacht, zum Glück schon jetzt in der ersten Schwangerschaft.

    Nur mit Bauchbändern konnte ich mich nie anfreunden, egal ob mit Spruch (gruselig) oder ohne. Ich finde das sieht immer blöd aus zusammen mit einem normalen Shirt.

  3. Toller Artikel, habe die Erfahrung gemacht, dass man lieber zu viel, als zu wenig haben kann. Wie du schon sagtest, lassen sich gute Sachen auch wieder recht gut verkaufen oder verschenken. Habe eine Umstandshose einer Freundin geschenkt, die jetzt bald Nachwuchs erwartet :)

  4. Da ich aber eh eher so den lässigen Kleidungsstil bevorzuge hatte ich gar nicht so viele Probleme Klamotten zu finden in denen ich mich wohl gefühlt hab :-)

    Nur mit dem Bauchband kam ich leider gar nicht klar. Es wollte einfach nicht so richtig passen und rutschte hin und her.

  5. Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich denke auch, dass man im Grunde seinem Stil treu bleiben kann. Bei Umstandsmode gibt es ja mittlerweile so viel Auswahl. Da sollte für jeden etwas bequemes und schönes dabei sein.
    Mit besten Grüßen,
    Irma

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