Reisen mit Kindern, Schöne Familienhotels
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Motel One Leipzig Augustusplatz: Perfekter Start für kleine Entdecker

Motel One Leipzig-Augustusplatz

Dass sich das neue Motel One Hotel in der Leipziger Innenstadt als prima Familienhotel für einen Besuch in Leipzig erweisen würde, wusste ich noch nicht, als ich eine Unterkunft für eine Zwischenübernachtung suchte. Doch gerade deshalb möchte ich euch erzählen, warum dieses Hotel in Leipzig für Familien nahezu perfekt ist.

Ich kenne und schätze die Motel One Hotels eigentlich als verlässliches Ziel für Dienstreisen. Zentrale Lage, schönes Design, leckeres Frühstück und WLAN bis in die hinterste Ecke des Zimmers. Man weiß schon vor der Ankunft ziemlich genau, was einen erwartet, denn kennt man ein Motel One, kennt man alle. Richtig?

Falsch. Das konnte ich schon bei der Buchung feststellen. Im Motel One Leipzig-Augustusplatz fragte ich an, ob wir auch irgendwie zu fünft unterkommen könnten, wohl wissend, dass die Motel One Hotels eigentlich nur kleine Doppelzimmer haben. Doch dann bekomme ich die Antwort: „Wir freuen uns, Ihnen ein Familienzimmer zum gewünschten Zeitraum reservieren zu dürfen.“ So kann man sich irren. Hättet ihr gewusst, dass es auch Familienzimmer gibt?

Diese Zimmer sind 30 Quadratmeter groß und haben ein Schlafsofa, dass für zwei Kinder mehr als bequem ist. Für ein Babybett ist außerdem noch Platz, wie auch für einen Schreibtisch, der in unserem Fall aber nur als Ablage diente. Begeisterung kam beim Nachwuchs beim Anblick des großen Flachbildfernsehers auf. Ich für meinen Teil stellte fest, dass auch die Dusche im Familienzimmer größer ist als üblich. Ich habe vom Bad keine Fotos gemacht, erwähne aber einfach nur, dass ich mit Kind 1.0 und 2.0 zusammen duschen konnte.

Herzstück des Motel One am Augustusplatz ist aber die One Lounge, die nicht wie sonst üblich im Erdgeschoss liegt, sondern in der ersten Etage. Da die Leipziger Theaterpassage mitten durchs Haus führt, gibt es im Erdgeschoss nur die Rezeption mit den bekannten blauen Egg Chairs und auf der anderen Seite die Bar. Ich kann mir vorstellen, dass es aus logistischer Sicht nicht ganz einfach ist, dass sich die Lounge eine Etage höher befindet als sonst bei Motel One üblich.

Aus Gästesicht ist die One Lounge am Augustusplatz einfach nur grandios. Urgemütliche Sofas, bequeme Sessel, jede Menge Kissen, schöne Beistelltische und bodentiefe Fenster mit direktem Blick auf die Nikolaikirche von Leipzig sorgten nicht nur bei mir für einen kleinen Wow-Effekt. Während ich die Bücher inspizierte, die über dem TV-Kaminfeuer aufgereiht waren, machte sich Kind 2.0 an einer Skulptur aus Kissen zu schaffen. Kind 1.0 staunte dagegen nicht schlecht, dass die Wand mit Buchseiten tapeziert worden war.

Hätten wir nicht schon eine lange Fahrt aus München hinter uns gehabt, wäre ein abendlicher Bummel durch die Leipziger Innenstadt sicher eine gute Idee gewesen. Immerhin befindet sich das Hotel direkt in der Fußgängerzone hinter der Nikolaikirche. Stattdessen lagen wir alle gemeinsam ziemlich früh in den Federn. Gut, es folgte vorher noch ein Sprung-Belastungstest der Betten durch Kind 1.0 und 2.0. Was sein muss, muss sein.

Am nächsten Morgen ging es hinunter in die One Lounge, wo wir direkt am großen Holztisch Platz nahmen, auf dem Kind 2.0 am Abend zuvor schon Probe gesessen hatte. Ich versichere an dieser Stelle, dass sie wirklich saubere Schuhe anhatte! Mit uns am Tisch saß eine Familie aus Baden-Württemberg, die ein langes Wochenende in Leipzig verbrachte und sich an diesem Tag den Leipziger Zoo ansehen wollte. (Nach allem, was ich bisher gehört habe, müssen wir da auch unbedingt mal hin!) Die Pärchen unter den Frühstücksgästen nahmen allerdings bevorzugt an den Tischen direkt an den großen Fenstern Platz. Ach, diese Fenster! Dieser Ausblick! Ich könnte beschwören, dass diese Pärchen zum Frühstücken doppelt so lange brauchten wie alle anderen!

Da meine Kinder auch hier mit einer beeindruckenden Zuverlässigkeit schon nach 5 Minuten mit ihrem Frühstück fertig waren, schickte ich sie mit iPhone und iPad auf das große Sofa. Pädagogisch vielleicht keine Glanzleistung, aber ich komme damit klar. Immerhin wollte ich noch einen zweiten Latte Macchiato trinken und in Ruhe meinen Obstsalat mit Joghurt aufessen. Den Joghurt – aus einer genossenschaftlichen Molkerei im thüringischen Rudolstadt – nimmt man sich als Gast übrigens einfach aus dem großen Retro-Kühlschrank. Überhaupt ging es beim Frühstück sehr entspannt zu. Das lag sicher zum einen am perfekten Wetter, zum anderen aber auch an den Mitarbeiterinnen, die dafür sorgten, dass trotz vieler Gäste kein Chaos aufkam.

Quasi direkt vor der Tür entdeckten Kind 1.0 und 2.0 dann etwas, das uns bei unserer abendlichen Ankunft nicht aufgefallen war. Zwischen den Pflastersteinen kurz vor der Alten Nikolaischule schlängelte sich ein Band aus Metall. Kurz vor der Nikolaikirche noch ein weiteres, das um die Ecke ging. Kind 1.0 vermutete richtig, dass diese jemand „voll mit Absicht“ in den Boden eingelassen hatte und dass sie eine Spur sind, der man folgen soll.

Eine Infotafel direkt neben dem Eingang der Nikolaikirche lüftete das Geheimnis. Wir waren auf die Leipziger Notenspur, einen musikalischen Stadtrundgang von gut 5 Kilometern Länge gestoßen. Eine geniale Idee! Wer ein Smartphone dabei hat, kann an jeder Station einen QR Code scannen und spannenden Geschichten lauschen. Für Kinder gibt es auch die Kleine Leipziger Notenspur mit Hörgeschichten, Rätseln und einem Entdeckerpass, den man für 2,50 €   bei der Tourist Information bekommt. Leider hatten wir keine Zeit, der kompletten Spur zu folgen, denn am Nachmittag ging es für uns noch weiter zu einem Besuch bei meiner Oma.

Wer die Nikolaikirche von innen gesehen hat, wird übrigens im Motel One am Augustusplatz das eine oder andere Detail entdecken, das auf die Kirche Bezug nimmt. In der Lobby ziert eine goldfarbene Vertäfelung die Wand und wer an der Bar sitzt, sollte aufpassen, mit den Schuhen nicht gegen die Orgelpfeifen zu schlagen. Fotos habe ich nur vom Hotel, aber hier gibt es einen schönen 360-Grad-Blick vom Inneren der Nikolaikirche.

Was allerdings beim Hotel der Vorteil für einen Stadtbummel ist, ist der Nachteil für alle, die mit dem Auto und viel Gepäck anreisen. Dadurch, dass das Hotel mitten in der Fußgängerzone liegt, kann man nicht direkt vorfahren und muss etwas weiter weg parken – am besten im Parkhaus am Augustusplatz.

Das nächste Mal reisen wir einfach mit dem Zug an und bleiben mindestens eine Nacht länger. Wir haben ja noch eine Spur weiter zu verfolgen und wollen noch mehr von Leipzig entdecken.

Dieser Beitrag ist Teil meines Familienreiseblogs. Für meine Reisen arbeite ich auch mit touristischen Partnern zusammen. Hier erfährst du mehr über mich als Reisebloggerin und meine Reiseartikel.  

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