Dies und das, Mutter sein
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Krank mit Kindern von A bis Z

Krank mit Kindern von A bis Z

Dass die Kinder mal in kurzem Abstand nacheinander oder gar gemeinsam krank sind, ist nichts dramatisches. Das kannte ich schon. Aber dass es mich gleich mit dahin rafft und zwar so, dass ich vier Tage lang das Fieber nicht unter 39°C bekam, das war für mich neu. Eigentlich sollten es ein paar schöne Urlaubstage werden. Freunde mit den Kindern zu Besuch, ein bisschen Gemütlichkeit zu Hause, ein bisschen Sightseeing in Berlin. Doch es kam anders. Die letzten Tage in Stichworten von A bis Z:

A: Lieber März, du bist ein echtes A***loch, jawohl. Es steht in jedem Bilderbuch, dass draußen bitte zarte Knospen in der Frühlingssonne zu sprießen haben. Stattdessen Schnee, Eis und Temperaturen zweistellig unter Null. Damit hat doch alles angefangen!

B: Noch nie hatte das Bett eine derartige Anziehungskraft wie in diesen Tagen. Allerdings schlief ich in den ersten Tagen auf vielen Kissen halb sitzend, weil der Hustenreiz beim flachen Liegen einfach zu stark war. Der zweitliebste Aufenthaltsort ist unter M nachzulesen…

C: Ich habe tatsächlich eine Menge Chemie in mich hineingestopft, um nicht ganz wie ein Zombie durch den Tag zu schlurfen. Und wie dass mit diesen bösen Mixturen so ist, wirken sie schnell und genau so schnell nicht mehr. Am Ende hat man viel Geld in der Apotheke gelassen und ist zumindest um die Erkenntnis reicher, dass es ohne die Mittelchen vielleicht auch nicht viel schlimmer gewesen wäre.

D: Durchhalten! Das war und ist meine Parole. Sowohl, was das Wetter betrifft, als auch den Gesundheitszustand meiner Familie. Es kann ja nur besser werden. Muss ja.

E: Normalerweise esse ich gerne und gerne gut. Im Moment schmecke ich außer den Grundgeschmacksrichtungen wirklich nichts. Der geliebte Kaffee ist im Moment einfach nur bitter. Über das toll aussehende Abendessen, das mein Mann gekocht hat und nebenbei noch zwei Kinder bespaßt hat, schütte ich mir erst einmal eine Portion Salz, damit es nach „irgendwas“ schmeckt.

F: Wahre Freunde sind die, die eigentlich nur zu Besuch kommen und sich dann aber kurzerhand um die Kinder kümmern, einkaufen und auch noch kochen. Ein Hoch auf die Herzensfreundin und ihren Mann!

G: Der Göttergatte hat ebenfalls einen dicken Dank verdient. Von der Frau hat er kaum noch etwas. Stattdessen duldet er ein schniefendes, übellauniges Wesen in seinen vier Wänden und liest ihm auch noch alle Wünsche von den Augen ab. Seine Arbeit kommt momentan etwas zu kurz, dafür bekommt er von den Kurzen die komplette Aufmerksamkeit!

H: Ich kann nur allen Müttern raten: Nehmt Hilfe an, wenn sie euch angeboten wird. Der Nachwuchs, dem es schon etwas besser geht als der Mama, ist bis heute nachmittag bei der Oma. So können sich alle besser erholen.

I: Wenn die Kleinen und die Großen krank sind, ist manches auch ziemlich Igitt! Oben raus, unten raus. Ich muss es sicher nicht weiter ausführen.

J: Angeblich sind nur Frauen krank. Männer legen sich zum Sterben nieder. Da liegt einem das Wort Jammerlappen auf der Zunge. Aber diesmal – ich schwöre – war ich krankheitstechnisch gesehen ein echter Mann.

K: Kinder, die richtig krank sind, sind im Grunde ja sehr pflegeleicht, denn sie schlafen fast den ganzen Tag. Wenn sie dann aber mal einen Ton von sich geben,

L: Klingt kitschig, ist aber so. Liebe ist die beste Medizin und gehört in jede Hausapotheke.

M: Die Matratze im Kinderzimmer war mein zweitliebster Aufenthaltsort, gleich nach dem Bett. Den Kindern reichte zumindest meistens meine bloße Anwesenheit oder sie saßen mit mir auf der Matratze und wir haben Bücher angeguckt.

N: Normalerweise sind Nächte zum Schlafen da. Doch wenn der kranke Nachwuchs nur im Elternbett schlafen kann, weil er dort nicht von schlechten Träumen geplagt wird, dann

O: Wenn die Ohren zu sind, (siehe auch R, wie Rotz) hat das seine Vor- und Nachteile. Man hört alles ein bisschen leiser, was der Erholung durchaus förderlich ist. Die Tatsache, dass die lieben Kinder aber wegen des Schnupfens genauso schlecht hören und man deshalb alles lauter sagen muss, wenn man

P: Wenn man länger nicht beim Arzt war, und dann doch mal wieder hin muss, erfährt man ganz lustige Dinge. Zum Beispiel, dass man den 10 Euro Schein wieder einstecken kann, weil es die Praxisgebühr nicht mehr gibt.

Q: Der harmlos klingende Begriff grippaler Infekt gehört meiner Meinung nach abgeschafft. Quälendes Fieber-Schleim-und-Husten-Aua trifft es da schon eher, obwohl ich an der sprachlichen Feinheit noch feilen muss.

R: Rotz ist ärgerlich, wenn er fließt. Ärgerlicher für den Kopf und den Gleichgewichtssinn ist es aber, wenn er nicht fließt. Seit gestern Abend kann ich einigermaßen geradeaus laufen und habe nicht mehr das Gefühl, dass der Kopf abfällt, wenn ich ihn nach vorn neige.

S: Noch nie, wie in diesen Tagen habe ich Sehnsucht, und zwar nach Sonne, Wärme, bunten Farben, Schmetterlingen, Knospen, Blüten…

T: Taschentücher waren (und sind noch) die begehrtesten Utensilien in diesem Hause. Und egal, wie viele man kauft, es sind eigentlich noch nicht genug. Ich kann auch nur dazu raten, die paar Cent pro Packung mehr auszugeben und die mit dem Balsam zu kaufen. Die Alternative ist nicht nur eine tropfende, sondern eine schmerzhaft wunde Nase.

U: Im Urlaub krank zu werden ist ja schon blöd, auch wenn es nur drei Urlaubstage waren. Direkt danach durch Abwesenheit im Büro zu glänzen, ist auch nicht besser, auch wenn der gelbe Schein besagt, dass das seine Richtigkeit so hat. Das schlechte Gewissen bleibt, weil man weiß, was alles liegen bleiben wird.

V: Wenn der Kopf voller Rotz ist, ist Vergesslichkeit eine ärgerliche, aber unvermeidbare Nebenerscheinung.

W: Wer Wick MediNait nimmt, um besser schlafen zu können, könnte sich auch per Schrotschuss in den Schlaf versetzen lassen oder einen Power-Cocktail mit ordentlich Rum drin hinter die Binde kippen. Ich hab in meiner Not genau einmal auf den Verkaufsschlager aus der Apotheke zurückgegriffen. Nach der Wirkung kam die Nebenwirkung am Morgen danach. Gruselig. Beim nächsten Mal nehme ich den Cocktail.

Und unter XY und Z fallen all die Sachen, die während solcher Tage schlicht und ergreifend liegen geblieben sind. Bibliothek? Schnell online verlängert. Schwimmen? Hatte ich Kind 1.0 versprochen, stimmt. Wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gibt viel nachzuholen.

Krank mit Kindern von A bis Z

 

Allen, die auch gerade krank sind oder kranke Kinder haben, wünsche ich gute Besserung!

 

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