Berlin, Friedrichshain
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Dann wollt ihr doch sicher raus ins Grüne…?

Die neuen vier Wände: Das Kinderzimmer mit schwarzem Fußboden

Einigen haben wir es schon gesagt: Wir ziehen bald aus aus unserer beschaulichen Wohnung, die uns mit ihren drei Zimmern immer mehr zu eng wird. Die Vermutung, dass wir vor allem unsere Drei-Zimmer-Altbauwohnung mit Südbalkon in schöner Kiezlage verlassen, weil nun jedes Kind ein eigenes Kinderzimmer haben möchte, ist dabei aber nicht ganz richtig. Die lieben sich heiß und innig und wollen auf absehbare Zeit noch keine eigenen Zimmer. Und wenn, dann haben wir jetzt genug für jeden.

Als ich der Nachbarin vom bevorstehenden Umzug erzählte, deren Bekannte eine Wohnung in Berlin-Friedrichshain sucht, fragte sie prompt: „Dann wollt ihr doch sicher raus ins Grüne, oder? Mit den zwei Kindern ist das ja auch viiiiel besser!“ und war ziemlich verdutzt, als ich verneinte. Keine Frage, ich liebe das Land. Das platte, das hügelige und eben alles ländliche. Aber im Moment zieht es uns nur zu Freizeit- und Besuchszwecken in die ländliche Idylle, was nicht jeder versteht. Ich will jetzt keine Diskussion um die vermeintlich Richtige Wohngegend für Familien mit Kindern eröffnen, denn bei der ganzen Stadt-Land-Frage wird allzu oft vergessen, dass es zwischen absoluter Citylage und abgeschiedenem Kuhdorf noch eine Menge anderer Möglichkeiten des Wohnens und Lebens gibt.

Der Spruch „Da kann kann man höchstens wohnen, aber nicht leben.“ wird ja so einigen Stadtteilen in Berlin zugeschrieben. Friedrichshain bisher nicht und so zieht es immer mehr Leute hierher, auch die, die sich die überteuerten Eigentumswohnungen leisten können, die derzeit in sämtlichen Baulücken in die Höhe schießen. Momentan wohnen wir umgeben von gleich drei Bauprojekten, was uns Lärm von 7:00 am Morgen bis 7:00 Uhr am Abend und Flutlicht vom Baukran direkt in alle Zimmer beschert. So sehr ich unsere Wohnung mag, der Abschied wird mir nicht schwer fallen.

Ach ja, wo es hingeht? Wir bleiben Friedrichshain treu und ziehen ins Denkmal. Dem Berliner werden die Zuckerbäckerbauten an der Karl-Marx-Allee ein Begriff sein.

Die neuen vier Wände: Das Kinderzimmer mit schwarzem Fußboden

 

Die neuen vier Wände: Die Schiebetür ist Spielzeug für Papa und Kinder

 

Die neuen vier Wände: Die Wohnung wird zum Tobeland

 

Vielleicht, wenn vor unserer Tür die Biermeile, offiziell Internationales Berliner Bierfestival genannt, tobt und annähernd 800.000 Besucher die Karl-Marx-Allee entlang torkeln, werden wir uns ein Häuschen im Grünen suchen. Ein Ferienhäuschen, ganz weit weg von der Stadt, vom Beton, den Autos und den vielen Menschen.

Danach werden wir tiefenentspannt wieder zurück kommen, wieder mitten rein nach Berlin-Friedrichshain.

 

9 Kommentare

  1. Das sieht aber toll aus! Die Gebäude beeindrucken mich auch immer wieder auf eine abschreckend-anziehende Art. Bestimmt sind die Wohnungen darin riesig und ganz praktisch, oder?

    Es grüsst geblendet vom Baukran ggü. Imke aus dem Prenzlberg

    • Ach, ich dachte, im Prenzlauer Berg ist schon alles zugebaut und keine Lücke mehr zu finden? Na, dann beste Grüße unter uns Leidensgenossinnen. :-) Die Wohnungen sind sehr groß und haben ganz viel Charme. Hier und da kleine Macken, aber man muss das eben bedenken, wenn man in ein denkmalgeschütztes Gebäude zieht. Ich freue mich darauf!

      • Klingt toll!!! Ich hoffe auf mehr Fotos bald.
        Also in direkter Nachbarschaft sind zwei Neubauprojekte aber dann ist Schluss. ;-)

        Gruuuuuuß,
        Imke

  2. Oh, wie toll! Ich habe vor vielen, vielen Jahren einen Zeichenkurs im obersten OG eines der Bauten gemacht. Seither liebe ich sie. Freunde von uns auch… vielleicht eure Nachbarn jetzt? Und mein großer Mi, der lebt in der 2. Reihe dieser Bauten. Auch sehr gern.

    LG I.

    PS. Ich freue mich so auf Sa, wenn wir uns endlich (!) persönlich kennen lernen.

    • Oh, da muss ich wohl mal den Hausmeister ausfragen. Ich weiß zwar, dass es eine Dachterrasse gibt, aber die direkt auf dem Turm wird gegen teures Geld vermietet und die Dachterrasse auf dem Quergebäude ist nicht zugänglich. Wir hatten nämlich eine Wohnung besichtig, bei der das Fenster eines Zimmers vergittert war. Sah furchtbar aus!
      Offizielle Begründung: Schutz vor Einbrechern, die übers Dach kommen.
      Inoffizielle Begründung: Der Junior der ehemaligen Mieter ist ab uns zu ausgestiegen und hat Dachterrassenparties gefeiert. Leider war er dumm genug, die Beweise nicht rechtzeitig zu entsorgen. Der Hausmeister fand beim Rundgang reichlich Überbleibsel eines feuchtfröhliches Gelages. Kurze Zeit später kam das Gitter. ;-)

      Aber mal sehen, vielleicht lüfte ich ja noch das Geheimnis…

  3. Die Bauten sind richtig toll. Ich liebe es diese Straße entlang zu fahre und die Häuser ziehen immer wieder meine Blicke auf sich. Sie sehen so trotzig, wuchtig, schön… aus und Atmen den Scharm der juten alten Zeit.

    Viel Spaß in der neuen Wohnung!!!

    lg. Christian

  4. KATHARINA sagt

    Hi Sophie, da wären wir ja fast Nachbarn geworden…! Ich hatte mir vor kurzem eine Wohnung in einem der Türme am Frankfurter Tor angesehen. Und bin jetzt ganz in der Nähe gelandet, in einem der Bauten an der Weberwiese. Auch sehr charmant ;)Zur nächsten Biermeile können wir uns dann verabrden, hehe…

  5. Rebekka sagt

    Wunderschön! Auch der Blog gefällt mir sehr gut! Bin erst gestern drauf gestossen. Wie kommt man denn an diese Wohnungen? Ganz normal immoscout?

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