Reisen mit Kindern
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Mikrokosmos Tropical Islands

Tropical Islands

Zwei Wochen Urlaub liegen hinter uns und ein wenig will ich auch im Blog darüber berichten. Vor allem, da wir nun endlich mal in Europas größter tropischer Urlaubswelt waren, wie es auf der Homepage der Tropical Islands zu lesen ist. So ziemlich alle aus meinem Bekanntenkreis waren schon da und haben sich eine Meinung gebildet. Wer es nicht kennt: Gut eine Stunde von Berlin entfernt liegt mitten in der Brandenburger Landschaft eine riesige Halle, die eigentlich errichtet wurde, um mal Luftschiffe darin zu bauen. Doch das wollte und konnte irgendwie keiner. Jetzt beherbergt die riesige Halle eine tropische Bade- und Saunawelt. Nun wollten wir auch endlich mal hin und befolgten den Ratschlag, nicht am Wochenende und nicht in den Ferien hinzufahren, es sei denn, wir mögen wirklich viele Menschen um uns herum.

Als wir von der Autobahn abfahren und auf dem Display  schon das Zielfähnchen sehen, ist von der Halle selbst immer noch nichts zu erspähen. Es ist die größte freitragende Halle der Welt, aber links uns rechts der Straße sehen wir nur Wald. Doch dann taucht die riesige Kuppel auf und der erstaunte Gesichtsausdruck von Kind 1.0 wäre bei einer UFO-Sichtung sicher nicht anders gewesen. Die Dimensionen sind aber auch wirklich gigantisch: Die Tropical Islands Halle ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch. Die Freiheitsstatue von New York könnte bequem darin stehen, wie wir später an einem kleinen Modell sehen.

Tropical Islands: Erster Eindruck an der Südsee

Soeben in die Badeklamotten geschlüpft, steuern wir zuerst in Richtung Südsee-Strand und ich kann meinen Blick nicht wirklich nach vorn richten. Immer wieder muss ich an die Decke schauen. Mir fällt immer noch kein anderes Wort ein als gigantisch. Doch am Strand der Südsee macht sich Ernüchterung breit. Die Hälfte der Wasser- und Strandfläche ist wegen Höhenarbeiten an der Außenhülle gesperrt. Doch da Kind 1.0 und 2.0 bereits den Wasserspielplatz entdeckt haben, lassen wir uns zunächst nieder.

So richtig wohl fühlen wir uns aber nicht und das nicht nur wegen der Sperrung. Unser Blick fällt auf die riesige Leinwand mit dem Foto eines leicht bewölkten Himmels. Ich kann nichts dagegen tun, aber mir fällt unweigerlich die Szene aus dem Film Die Truman Show ein, als Truman mit dem Boot flieht und plötzlich seine Welt am künstlichen Horizont endet.

Tropical Islands: Bali Lagune und Strandhaus-Feeling

Unseren perfekten Platz für den Rest des Tages finden wir auf der anderen Seite der Halle an der Bali Lagune. Sonnenliegen im Sand unter einer Palme. Hinter und ein Ferienhaus, das unvermietet ist und dessen Terrasse die Kinder deshalb gleich in Beschlag nehmen. Anders als am Südseestrand blicken wir hier nicht auf die Außenhülle und einen künstlichen Himmel, sondern auf sattes Grün.

Entgegen anders lautenden Berichten finden wir die Luft nicht kalt, sondern herrlich warm. Die Zeit verfliegt mit Schwimmen und Planschen, elterlichen Überredungskünsten, um die Kinder auch mal aus dem Wasser zu bekommen, leckerem Essen, das wir uns am Buffet zusammen stellen und frisch braten lassen, einem Spaziergang durch die Tropen und immer wieder Wasser und Sand.

Tropical Islands: Guck mal, Tiere!

Wir wissen nun auch, dass der Tipp mit dem Tropenbesuch an einem Wochentag Gold wert war. Auf dem Regenwaldpfad wandeln außer uns nur wenige andere Besucher und wir können zu meiner Überraschung viele Tiere in Ruhe beobachten. Als wir am frühen Abend einen kleinen Bummel machen, sehen wir die Powerpaddler einsam im Bootsbecken schwimmen. Doch hier ist keineswegs Schluss. Immerhin hat das Tropical Islands Resort rund um die Uhr geöffnet. Der Nachwuchs genießt es sichtlich, dass sie die ganze Boots-Strecke für sich haben.

Tropical Islands: Regenwald und Boote für Kinder

Es fühlt sich tatsächlich wie ein kleiner Urlaub in den Tropen an. Riesen-Tobeland und Fastfood-Tempel versuchen wir zu umgehen, um Quengelattacken zu vermeiden. Mit Erfolg. Viel später als wir eigentlich vorhatten betreten wir wieder den Umkleidebereich. Im Ausgangsbereich folgt der Kassensturz. Auflagen für die Sonnenliegen, Essen und Getränke am Mittag, Eis und Cocktails am Nachmittag, noch einmal Essen und Getränke am Abend machen zusammen 70 Euro aus.

Wir haben längst nicht alles gesehen, aber vielleicht genau das, was wir für einen perfekten Tag im Mikrokosmos Tropical Islands brauchten.

Dieser Beitrag ist Teil meines Familienreiseblogs. Für meine Reisen arbeite ich auch mit touristischen Partnern zusammen. Hier erfährst du mehr über mich als Reisebloggerin und meine Reiseartikel.  

11 Kommentare

  1. Ich war da auch mal und ich bin eine von denen, die dort frieren.
    Mir ist es da ein paar Grad zu kalt.

    Das Gebäude ist schon Hammer, aber was bringt einem Luft nach oben. Durch die Halle ist es in der Saunalandschaft auch echt laut, weil der Lärm vom Schwimmbad an den Wänden abprallt und dann hallig überall zu hören ist. Mit Ruhe ist da also nicht viel.

    Mir hat es für den horrenden Eintrittspreis so gar nicht gefallen, würde da auch nicht unbedingt wieder hinfahren, aber ich befürchte, ich komme aufgrund der Kinder nicht drumherum.

    • Jaaa, was machen wir nicht alles der Kinder zuliebe…? Ich denke, in der Saunalandschaft hätte ich mich auch nicht allzu wohl gefühlt. Dafür nehme ich lieber eine schöne Therme und lasse die Kids bei Oma und Opa. :-)

  2. Wir waren einmal da und haben gefroren und mich hat der klamme Sand genervt. Ist aber Jahre her. Kind 3.0 träumt immer von „Schoppling Eiling“ (wir haben lange gebraucht rauszubekommen, was es meint). Vielleicht versuchen wir es zum Geburtstag oder so nochmal.

    • Haha, „Schoppling Eiling“ ist der Knaller! Ich denke, wir waren sicher nicht das erste und letzte Mal da, denn irgendwie würde ich das schon gern mal testen mit der Übernachtung. Aber ein paar Grad wärmer dürfte es für mich auch sein.

      Beste Grüße,
      Sophie

  3. Ich fand den Südseestrand damals auch furchtbar. Und das lag nicht mal unbedingt daran, dass wir uns den lautesten Tag des Jahres ausgesucht hatten: Cheerleader-Contest. Yeah!
    Wir hatten damals mit Übernachtung und All you can eat gebucht und uns dann auch noch die Show angesehen. Die ist mal genial!
    Weglassen kann man allerdings die Kosmetikbehandlungen und das Massage-Angebot.
    Beides ging bei unserem Mädelstrip jedenfalls völlig in die Hose: Ich hatte am Ende eine Schicht Creme auf der Haut, die nicht einzog und meine Freundin fühlte sich wie in Butter gepackt, also voll verölt.
    LG Tina vom Tulpentopf

    • Hallo Tina,

      mit Übernachtung haben wir es noch nicht versucht. Aber insgesamt fand ich den Abend schon entspannter als den Nachmittag. Danke für deine Erfahrung mit den Massagen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass man so etwas dort auch buchen kann.
      Die Kinder würden sofort wieder hin, wenn ich sie fragen würde. Und ich glaube… ja, ich auch!

      LG Sophie

  4. Heidi Ahrens sagt

    Wir fahren jetzt im März das dritte Jahr in Folge für 3 Tage dort hin und buchen immer über Novasol ein Häuschen, welches gleich am TI liegt. Das ist ideal, Eintritt rund um die Uhr mit dabei, Extra-Eingang an der Seite und man kann kommen und gehen wie man will. Da wir und dann selbst verpflegen, halten sich die Extrakten in Grenzen.
    Für die Kinder ist es toll, nach dem Abendessen im Haus noch mal zum “ Nachtschwimmen“ wieder rüber zu laufen.

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