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Nennt es von mir aus „Sofasolidarität“…

Mamas Zopf ist ab!

Ach, was habe ich die Augen verdreht, wenn mal wieder von „Reichweite“ im Zusammenhang mit Blogs die Rede war. Immer wenn ich Diskussionen, in denen es wieder um Zahlen auf Blogs und Social Media Kanälen ging, verfolgte, dachte ich: „Warum schauen denn alle nach den Zahlen? Wo bleibt denn da der ganze Spaß?“

Und kurze Zeit später sitzt spät am Abend eine Frau auf dem Sofa, klebt mit dem Blick am Display ihres Notebooks und freut sich sich über Zahlen, wie ein kleines Kind über Weihnachtsgeschenke. Diese Frau bin ich. Jedes Mal, wenn jemand meine Aktion „Mamas Zopf“ auf Facebook kommentiert und teilt, sitze ich mit einem breiten Lächeln da. Jedes Mal, wenn ich per E-Mail informiert werde, dass eine neue Spende auf betterplace.org eingegangen ist, jubele ich.

Heute habe ich über 1.400 Euro an das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin und das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg weitergeleitet und denke daran, dass alles mit einer Idee abends auf dem Sofa begonnen hat. Die ersten ermutigenden Kommentare zur Idee, meine Haare zu spenden, gingen vielleicht auch von Menschen ein, die spät am Abend noch gemütlich auf dem Sofa saßen. Und wer weiß, wo die Menschen gerade saßen, die gespendet haben? Ich weiß nur, dass das Geld tatsächlich zusammen gekommen ist, weil es da draußen Leute gibt, die meine Aktion unterstützt haben.

Wir liken, wir kommentieren, wir meckern, wir teilen… alles geht online so einfach und so schnell. Der Begriff „Sofasolidarität“ kam mir in diesem Zusammenhang in den Sinn. Die Begeisterung und die Unterstützung für eine Sache geht – wenn sie online stattfindet – schon mit einer gewissen Bequemlichkeit einher, nicht wahr? Klicken statt Klotzen.

Aber ist es nicht auch das eigentlich Schöne? Helfen ist nicht zwingend mühevoll, sondern manchmal ganz einfach. Und damit meine ich nicht nur Blogartikel, die zum Spenden sammeln aufrufen. Ich meine solche Blogartikel wie den „Brief an eine Mutter im Wochenbett“ auf Berlinmittemom, den ich gern jeder frisch gebackenen Mutter schenken würde. Oder den Blogartikel auf Fee ist mein Name, in dem Fee über die Wahrnehmung des eigenen Körpers schreibt und eine Blogparade mit vielen sehr persönlichen und bewegenden Beiträgen daraus entstanden ist. Oder Isabel von Little Years, die einen großartigen Artikel über die ewige Vereinbarkeits-Debatte schrieb und ich sie dafür am besten direkt durchs Internet umarmt hätte.

Es gibt so viele tolle Blogartikel, die Mut machen, aufmuntern, zum Nachdenken anregen und einem manchmal einfach nur auf wunderbare Weise klar machen, dass man mit seinen Gedanken nicht allein ist und man gut ist, so wie man ist.
Für solche positiven Botschaften wünsche ich mir, dass sie möglichst oft geteilt werden und viele Menschen erreichen. Von Sofa zu Sofa oder eben dort hin, wo andere sie gerade lesen.

Wisst ihr, was ich meine? Dann hinterlasst mir einen Kommentar, welcher Beitrag im Netz euch bewegt hat und erzählt mir, warum er möglichst oft geteilt werden sollte. Ich teile ihn dann gern auf meiner Facebook-Seite und auf Twitter.

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