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„Oh, Glück! Woher hast du das?“
„Selbst gemacht.“

„Oh, Glück! Woher hast du das?“ „Selbst gemacht.“

Dieser Blogartikel hätte eigentlich ein Jahresrückblick werden sollen. Aber das war 2017. Und 2017 ist sowas von gestern, Baby! Jetzt aber ist der erste Tag von 2018 und ich tippe diese Zeilen neben der zweiten Tasse Cappuccino in der Größe eines Wagenrades und einem Glas alkoholfreiem“Sekt“ Geschmacksrichtung Vanille-Rhabarber. Hätte mir gestern jemand gesagt, dass das Zeug nicht nur gut aussieht im Glas, sondern auch noch wirklich gut schmeckt – ich hätte den richtigen Sekt dafür stehen lassen.

In zweiter Reihe stehen auch noch Bergkäse mit Birnensenf und mit Mandeln gefüllte Oliven parat. Es wäre immerhin möglich, dass noch einmal ein Anflug von Hunger kommt an diesem Neujahrsmorgen.

Alle Familienmitglieder haben es sich irgendwo gemütlich gemacht, und zwar noch genau so, wie sie heute morgen den Betten entstiegen sind. Ab und zu schaut jemand beim Frühstückstisch vorbei und schnappt sich noch etwas im Vorbeigehen von einem der Teller. Das Mittagessen lassen wir heute ausfallen und vermutlich werden die ersten Zähne irgendwann nach 14 Uhr geputzt.

Zusammen mit Freunden, meinem Bruder, spießigem Fondue, Wunderkerzen, Weisheiten vom Gummibärchenorakel und – nicht zu vergessen – verheißungsvollen Vorhersagen aus Glückskeksen haben wir das Jahr ausklingen lassen.

Und während das neue Jahr nun schon ein paar Stunden alt ist, fällt mir auf, dass wir es doch ziemlich gut haben. Wir, „eine Hand voll Familie“, wie mein großes Tochterkind uns mal genannt hat.

Ist es das hier, dieses Glück? Genau so ein Moment?

Nun, es könnte natürlich immer irgendetwas besser sein, denke ich mir, während mein Blick auf die ungeputzen Fenster fällt. Dass mir nach Weihnachten das große Küchenmesser herunterfiel und sich mit der Spitze genau in meinen linken Fuß bohrte, hätte auch nicht unbedingt sein müssen.

Da wir schon dabei sind: ich wollte doch noch über so viele Sachen hier auf dem Blog schreiben. Und gute Vorsätze fürs neue Jahr wären ja auch nicht schlecht… Hätte, wollte, könnte, müsste. Ihr kennt das.

Kackapupsegal, würde die jüngste Tochter dazu sagen. Und recht hat sie.

Eines aber wird mich begleiten, so wie es mich schon durch das vergangene Jahr getragen hat. Das Glück. Ich glaube fest daran, dass man auf sein Glück nicht warten sollte, wie an einer Bushaltestelle. Ich schrieb ja schon über meine Gedanken zum Glück, hier und hier.

Ich bin überzeugt, man kann sein Glück selbst in die Hand nehmen. Zum Beispiel in Form eines geleerten Marmeladeglases, auf dem praktischerweise schon in schönen Lettern das Wort Glück steht. Man kann es mit dunklem Kakaopulver, hellem Kakaopulver, Vanillezucker und einer Zimtstange füllen, es anschließend hübsch verpacken und seinen Silvesterpartygästen damit eine kleine Freude machen.

Man kann auch eine große Portion Glück empfangen, wenn einem die allerliebste Herzensfreundin, die viele hundert Kilometer entfernt wohnt, ein besonderes Schmuckstück zu Weihnachten schenkt. Das ziert ab jetzt mein Handgelenk.

Und vielleicht wird es sogar ein ganz besonderer Glücksmoment, wenn mein Mann und ich gleich in romantischer Zweisamkeit die Berge von dreckigem Geschirr in der Küche anpacken und in den Geschirrspüler befördern?

So ein Quatsch, natürlich nicht. Wir wollen mit dem Glück ja nicht gleich übertreiben!

Aber einen dicken Kuss bekommt er trotzdem von mir, sobald ich hier auf „Veröffentlichen“ gedrückt habe.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein glückliches neues Jahr!

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4 Kommentare

  1. Schön beschrieben! Ich wünsch dir und deiner Familie auch ein gutes neues Jahr.

    Eine Frage aber zu dem schönen Marmeladenglas. Wie hast du die Schrift da drauf bekommen? Das sieht ja eher gedruckt aus als geschrieben.

    LG Katja

    • Hallo Katja,

      danke erst einmal. Das mit der Schrift ist ZUM GLÜCK (hihi!) ganz einfach. Die Marmeladensorte heißt nämlich Glück und hat den schönen Aufdruck schon auf jedem Glas drauf. Guck mal unter https://www.mein-glueck.de Ich habe allerdings das Kleingedruckte weg gekratzt mit einem Topfkratzer aus Stahlwolle. :-)

      Viele Grüße, Sophie

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