Mutter sein
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Wenn ich es kann, kannst du es auch!

Grundsätzlich bin ich immer erstmal gewillt, etwas gut zu finden.

Tschakka! Jetzt kommen doch bestimmt diese Tipps a la „10 Dinge, mit denen du garantiert in den Mütter-Olymp aufsteigst“. Falsch, die kommen hier nicht. Und es wird auch kein weiteres Tschakka! geben. Hier kommen einfach nur meine ungefilterten Gedanken, was ich von Ratschlägen für Mütter halte. Ich bin dankbar für Ratschläge und ich nehme gern Ideen und Tipps auf. Aber nur, wenn ich danach suche, wenn ich sie brauche. Tagtäglich werden wir von Erziehungs-, Ernährungs- und Gesundheitstipps überflutet. Und mit jeder Liste der „5 goldenen Regeln, damit Kinderpupse nach Rosen duften“ stirbt irgendwo ein vertrauliches „Sag mal, hast du mal einen Tipp…“ von Mensch zu Mensch. Wer heute noch fragt, wer heute noch zugibt, etwas als Mutter nicht zu wissen, macht sich verdächtig, sich noch nicht ausführlich belesen zu haben. Es steht doch alles im Netz und im Ratgeber-Regal der Buchläden! Mit jeder Veröffentlichung von „7 geheimen Tricks, damit auch deine Kinder 4 Wochen lang durchschlafen“ schwingt der Vorwurf mit, dass wir irgendwie alle keine Ahnung haben und man uns deshalb damit einen Gefallen tut.

Vielleicht brauchen wir auch deshalb unsere Hebammen, damit sie uns im Rückbildungskurs über Achtsamkeit gegenüber uns selbst erzählen. Es ging auch um die Frage, wie viel ich mir eigentlich als Mensch und Mutter zutraue, ob ich mir selbst eigentlich vertraue und ob ich darauf vertraue, das mit den Kindern schon irgendwie richtig zu machen. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir doch alle nicht, wie es richtig geht, denn niemand von uns hat seine Kinder erst einmal als Vorabversion zum Üben bekommen, um danach alles richtig zu machen. Und wer sagt überhaupt, was richtig und was falsch ist?

Wenn ich gefragt werde, wie ich das denn so mache mit dem Stillen, dann antworte ich gern und freue mich darüber, wenn das, was mir hilft, auch anderen hilft. Und wenn es nicht so ist, wird es einen anderen Weg geben. Den kenne ich vielleicht nicht, aber sicher jemand anders. Was ich nur weitergeben kann, ist, dass es am Ende schon irgendwie funktioniert. Und wenn ich darauf vertraue, dass ich selbst instinktiv schon ziemlich viel richtig mache, sehe ich das auch in anderen. Vielleicht kommen wir dann auch weg davon, Lebensentwürfe und Methoden ständig miteinander vergleichen zu wollen. Berufstätige Mutter gegen Hausfrau. Tragetuch gegen Kinderwagen. Brust gegen Flasche.

Ich sehe in den Müttern im Rückbildungskurs, die ihr erstes Kind geboren haben, so viel von mir selbst. Ich war in vielen Dingen so unsicher. Ich habe viel gelesen. Viel zu viel auch im Internet und war danach erst recht verwirrt. Am Ende waren es Gespräche, die wirklich halfen und gut taten. Und es war die Antwort auf die Frage: „Werde ich das alles hier können?“. Die Antwort lautete: „Ja!“

Zeitungsfundstück:"Grundsätzlich bin ich immer erstmal gewillt, etwas gut zu finden."

Zeitungsfundstück:“Grundsätzlich bin ich immer erstmal gewillt, etwas gut zu finden.“

Nur, wie Kinderpupse endlich nach Rosen duften, weiß ich leider immer noch nicht…

2 Kommentare

  1. Ich liebe Dich! So schön und toll geschrieben! Alles Liebe Rebecca
    Pa; Trinke doch mal Rosentee dann hast.du Rosenmilch und dann klappt es auch mit den Rosenpupsen….

  2. Birte sagt

    …wer braucht Rosen, wenn es Frösche gibt?

    Mein Freund hat unserem Kleinen gesagt, ein Pups klingt so wie ein Frosch (naja, er wollte von ihm wissen, ob er auf’n Frosch getreten sei…) ;-) seitdem haben wir einen kleinen Froschkönig daheim…. und können heeeeeeerrrrřrlich lachen, wenn mal wieder lauter Frösche im Weg sind :-D

    …und vor lauter Fröschen muss der Kleine manchmal sagen: „Ich brauch neue Luft! Mach mal das Fenster auf!“

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